Bewegt älter werden & Bewegt gesund bleiben.

Netzwerktreffen des BPV NRW e.V. in Münster und Brühl

Der Boule- und Pétanque-Verband NRW knüpft nahtlos an die Erfolge der „Bewegt älter werden“-Aktionstage im Jahr 2018 an. Insofern gab es eine Menge über die in vergangenen Jahr durch den Landessportbund NRW geförderten Veranstaltungen zu berichten – es galt aber vor allen Dingen auch der Blick nach vorn!

„Tue Gutes und sprich darüber!“, unter dieser Prämisse eröffnete Heinz Zabel, der Beauftragte für das Programm „Bewegt älter werden!“ im BPV NRW die Veranstaltungen. Die Berichte aus dem Vorjahr waren auf großes Interesse gestoßen und insofern waren mehrere Vereine im Auditorium vertreten, die eine erstmalige Beteiligung am Programm für 2019 planen.

Es waren also eine Menge „Neulinge“ im Raum – und also eröffnete Heinz Zabel den Reigen der Präsentation zunächst einmal mit ausführlichen Informationen über den Landessportbund NRW. Zahlen, Daten, Fakten über die größte Personenvereinigung in NRW, die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt, wie wenig sie vorher über diesen Verband wussten. Und so streifte Zabel neben den Themen des Tages auch die Programme „NRW bewegt seine Kinder!“ und „Spitzensport fördern in NRW!“

Mit einem Schwenk über den demographischen Wandel in NRW ging es dann aber schnell in „Media Res“. Die Präsentation der Fördersiegel für die Programme erfolgte mit dem ausdrücklichen Hinweis darauf, dass sich dies unbedingt in allen Kommunikations-Instrumenten wiederfinden müssen.

Die Fördersiegel des LSB und der Staatskanzlei.

Thema Nr. 1 waren nun die Rahmenbedingungen, die gegeben sein müssen, um vom LSB gefördert zu werden. Der Zeitumfang von mindestens 4 Stunden an einem Aktionstag, genauso wie die Möglichkeit, mehrtägige Aktionen durchzuführen, z.B. über ein Wochenende oder sogar eine Aktionswoche.

Die Ziele der Maßnahme wurden klar genannt: Steigerung des Bekanntheitsgrades unseres Sport, z.B. durch mehr Aufmerksamkeit aus Politik und Wirtschaft. Darüber hinaus sollen im Rahmen der Aktionstage Kooperationen angestrebt werden, beispielsweise mit Schulen und anderen Einrichtungen des öffentlichen Lebens.

Der Boule und Petanque-Sport ist die Freizeitbeschäftigung Nr. 1, wenn es um ein Generationen übergreifendes Miteinander geht – und wenn es darum geht, gerade Menschen fortgeschrittenen Alters in Bewegung und Kommunikation zu halten.

Abschließend stellte Heinz Zabel noch ausführlich dar, welche Ausgaben für die Veranstalter bei Aktionstagen förderfähig sind – und insbesondere, welche nicht.

Zabel betonte noch einmal, dass es das erklärte Ziel des BPV NRW ist, den Vereinen bei der Durchführung von Bewegt ÄLTER werden-Tagen so umfangreich wie möglich Unterstützung zu bieten.

Das neue Förderprogramm „Bewegt GESUND bleiben"

Im Anschluss an Heinz Zabel übernahm der Bildungs-Beauftragte im BPV NRW-Vorstand, Dirk Engelhard, den Platz am Pult.

Auch er referierte ausführlich über die Möglichkeiten, die sich den Vereinen mit dem Förderprogramm „Bewegt GESUND bleiben“ bieten. Engelhard ging ausführlich auf das Thema „Bewegung, Sport und Aktivität in den Lebensphasen“ ein. Dabei nahm er auch Bezug auf das Engagement jedes Einzelnen, das rund um die Aktionen hilfreich ist. „AttrAKTIVes Ehrenamt im Boule und Pétanque“, lautete hierzu seine Leitbild. Denn es geht bei dem Förderprogramm BGb um weit mehr, als das Spiel mit den Kugeln.

Die Erreichbarkeit von Erwachsenen in der 3. Lebensphase durch Boule und Pétanque ist beispiellos. Dirk Engelhard versteht und vermittelt das Boulespiel als „Motivation zur Bewegung“, spricht davon, dass „gemeinsam bewegen verbindet“ und sieht hier eine perfekte Unterstützung, einen Wiedereinstieg für Menschen zu bieten, die vielleicht schon mit sportlichen Aktivitäten abgeschlossen hatten.

Engelhard ging dann auch noch einmal auf die unterschiedlichen Formate in dem durch ihn betreuten Förderprogramm des LSB NRW ein. Von mehrtägigen Klausuren über Angebotseinführungen entlang einer abgestimmten Projektskizze, bis hin Aktionstagen, wie man sie auch von Bewegt ÄLTER werden kennt. Abschließend wurden noch die konkreten Beträge genannt, die den Rahmen der möglichen monetären Förderung bilden.

Ein Beispiel auf der Praxis

Dirk Engelhard übergab schließlich das Wort an Roman Cebaus aus Stadtlohn, der sehr ausführlich und gut nachvollziehbar einen Aktionstag im Herzen seiner Heimatstadt beschrieb.

Roman Cebaus beschrieb das konkrete Ziel des Aktionstages: „Möglichkeiten einer Kommunikation in Bewegung aufzuzeigen“.

Sein Vortrag reichte von der ersten Idee, über die Suche potenzieller Unterstützer, die erforderlichen Kontakte und Maßnahmen der Stadtverwaltung, bis hin zum Aufbau und der Leitung durch den Aktionstag.

Tue Gutes und schreibe, rede, filme darüber.

Den Beschreibungen aus Stadtlohn folgte ein kleiner Ausflug in die Welt der Kommunikation. Experte Christoph Roderig beschrieb den Zuhörern hierbei, wie man die richtigen Kontakte zu Presse und anderen medialen Organen herstellt. Er beschrieb wichtige Eigenschaften, die ein interessanter Text sowohl in den Vorberichte als auch in den Informationen nach der Veranstaltung haben sollte.

Auch Christoph Roderig betonte in seinem Vortrag, dass der BPV NRW den Vereinen im Zusammenhang mit der Öffentlichkeitsarbeit zu ihren Aktionen größtmögliche Unterstützung anbietet.

Es wird über einen gesonderten Workshop nachgedacht, in dem sich alles nur um dieses Thema drehen soll.

Praxishilfe die im Verein bleibt

Der Reigen der Referenten wurde durch Norbert Koch aus Erkrath vollendet. Er präsentierte einen „Praxisleitfaden Boule“, der ab Ende April 2019 in gedruckter Form verfügbar sein soll. Auf mehr als 80 Seiten sind hier Übungen rund um den Boule-Sport beschrieben, die vor allem eines bringen sollen: Spaß!

Norbert Koch beschrieb aber auch, dass trotz der überwiegend spielerischen Note in den vorgeschlagenen Übungen der Trainings-Effekt beeindruckend sei. Der Praxisleitfaden Boule wird die sportliche, sowohl technisch als auch taktisch und mentale Qualität im Breitensport erheblich steigern – so er denn Anwendung findet.

Viele Impulse, die es nun umzusetzen gilt

Das große Interesse der Teilnehmer spiegelte sich in einer ganzen Reihe von Anregungen wider, die in der abschließenden Bewertungsrunde abgegeben wurden. Heinz Zabel nahm dies als Beweis, dass man alles Gute auch immer noch ein bisschen besser machen kann.

Grundsätzlich betonte er, dass die durch den Landessportbund NRW geförderten Programme von der Interaktion aller Beteiligten leben. Er lud zum Abschluss alle Teilnehmer/innen des Netzwerk-Treffens herzlich ein, auch über ihre Vereine hinaus in der Boule-Welt NRW’s für die Angebot des Landesverbandes und des Landessportbundes NRW zu werben.

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